Es gibt viele verschiedene Gründe, sich für vegetarisches Essen zu entscheiden.
Are Holen
Es gibt viele verschiedene Gründe, sich für vegetarisches Essen zu entscheiden. Manche Leute treten aus ökologischen Erwägungen für vegetarische Ernährung ein. Sie wollen einen Beitrag zur Reduktion der weltweiten Eiweßverschwendung leisten. Der Bedarf an Ackerland ist weit geringer für die Versorgung eines Menschen mit pflanzlicher im Vergleich zu tierischer Nahrung. Daneben kann es ethische Gründe für vegetarische Ernährung geben; man will nicht, dass Tiere getötet werden, damit man selbst satt wird. Auch religiöse Entscheidungsgründe kann es geben.
Einzelne Richtungen sowohl im Christentum, als auch im Hinduismus und im Buddhismus legen Wert auf vegetarische Ernährung. Unter den Christen haben besonders die Adventisten den Wert pflanzlicher Nahrung betont.
Religiöse Begründungen dieser Nahrungswahl sind in der westlichen Welt jedoch selten, im Osten dagegen viel üblicher. Manche Menschen wählen vegetarisches Essen aus gesundheitlichen Gründen, wieder andere, um abzunehmen - durch weniger Fett und Cholesterin, mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
”Food for thought”
– Vegetarisches Essen und Acem Der Zweck von Acems Tätigkeit besteht darin, meditative Vertiefung und psychologische Bearbeitung durch soziale Prozesse anzuregen. Die Möglichkeit zu derartiger menschlicher Reife und Selbsteinsicht ist natürlich nicht an eine bestimmte Ernährungsweise gebunden – weder an vegetarische, noch an eine sonstige. Aber es gibt Grund zu der Behauptung, dass vegetarische Ernährung die meditative Entwicklung erleichtert. Besonders bei längeren Meditationen wird dies deutlich. Bei Acems Kursen und Versammlungen wird deshalb ausschließlich laktovegetarisches Essen serviert. Auch wird kein Kaffee oder Schwarzer Tee angeboten. Es soll kein Alkohol konsumiert werden, und Rauchen ist nur im Freien zugelassen. Mit all dem wird nicht erwartet, dass man Vegetarier oder Antialkoholiker wird, um an Acems Aktivitäten teilzunehmen. Es geht vielmehr darum, für die Tätigkeiten der Organisation einen günstigen Verpflegungsrahmen zu schaffen.
Nimmt man eine größere Mahlzeit zu sich, dann ändern sich im Körper der Stoffwechsel und die Durchblutung für Stunden. In dieser Zeit meditiert man schlechter.
Ebenfalls schlechter meditiert man nach anstrengender Sportausübung, nach einem Saunagang oder einem längeren heißen Bad. Wartet man hingegen ein bis zwei Stunden, dann sind diese einschränkenden Wirkungen für gewöhnlich vorüber.
Bestimmte Arten von Nahrungsmitteln sind für Acem-Meditation eher ungünstig. Stoffe mit psychischen Effekten, was als psychotrope Wirkung bezeichnet wird, begrenzen die meditative Entspanntheit zur Bearbeitung von Körperspannungen und von Tages- und Lebensresten.
Solche psychotropen Stoffe befinden sich u.a. in Kaffee, Schwarzem Tee, Cola-Getränken, in Ginseng, Alkohol, illegalen Drogen usw.
Der Leser wird bemerken, dass die Rezepte dieses Buches frei von Zwiebel, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch sind. Der Grund liegt darin, dass die Stoffe dieser Zwiebelgewächse die Versenkung in Meditation erschweren. Die Wirkung von Zwiebel kann die Meditation bis zu 48 Stunden nach dem Verzehr prägen. Der Effekt des Meditierens bleibt mit dem Zwiebelkonsum nicht aus, aber er wird abgeschwächt. In einzelnen kontemplativen Kulturen wird die Zwiebel ”Teufelsapfel” genannt. Eine solche Bezeichnung ist rhetorisch, aber sie spiegelt doch entsprechende Erfahrungen wider. Auch in traditionellem chinesischem oder indischem Essen ist Zwiebel nicht enthalten.